Erschienen am: Do, 27.10.2011
Bis in den Neunzigerjahren gab es auf der Welt nichts Solideres als die Schweizerische Nationalbank. Jahrelang verteidigte sie mit Disziplin und Zähigkeit unseren solide mit Gold unterlegten Franken – Fundament schweizerischer Stabilität.
Dann kam der Einbruch: Unter inländischem und vor allem ausländischem Druck (aus den USA) erklärte die Nationalbank einen Grossteil ihrer Goldreserven als «überflüssig» – und verkaufte zwischen 2001 und 2006 zu miserablem Preis vorerst 1'300 Tonnen. Später noch weitere 250 Tonnen – um damit Fremdwährungen zu kaufen. Das überstürzt veräusserte Gold hätte heute einen Gegenwert von rund 70 Milliarden Franken.
Weitere Goldverkäufe, während die beiden Weltwährungen Dollar und Euro zu zerfallen drohen? Das darf nicht sein!
Das Gold ist heute fast noch der einzige wirklich werthalge Akvposten in der Nationalbank-Bilanz – aber es ist auf nur noch 1'040 Tonnen zusammengeschmolzen. Damit dieser Rest nicht auch noch
verloren geht, wurde die Initiative «Rettet unser Schweizer Gold» lanciert. Sie verlangt:
Nationalbank-Goldreserven sind Volksvermögen. Die Nationalbank muss – wenn Sie bei Währungsturbulenzen für den Schweizer Franken intervenieren muss – ausreichende Reserven besitzen. Diese fehlen ihr heute schmerzlich.
Die Gold-Verkäufe waren ein kapitaler Fehler. Mit der Gold-Initiative sorgen wir und Sie dafür, dass die Nationalbank sich wieder auf ein solides Fundament stützen kann. Damit sowohl die Nationalbank als auch die Schweiz ihre Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit bei der Ausgestaltung der Währungspolik bewahren können.